Zeit zum Zuhören

Die IHK hat die Oberbürgermeisterkandidaten zu einem Rundgang durch die Weidener Innenstadt eingeladen. Ein sinnvoller Termin – denn dass die Innenstadt seit Jahren an Attraktivität verliert, ist kein Gefühl, sondern Realität.

Geredet wurde schon viel. Aber jetzt ist Zeit zuzuhören, zu verstehen und Lösungen zu finden. Aber genau das wird, wenn es gegen die AfD geht negativ ausgelegt.

Aus Sicht der AfD ist klar: Über Leerstände, Frequenzrückgang und fehlenden Erlebnischarakter wird in Weiden nicht erst seit gestern geredet. Geredet wurde genug. Was fehlt, sind wirksame Entscheidungen und ein politischer Rahmen, der Handel, Eigentümern und Bürgern tatsächlich Luft zum Atmen lässt.

Der Niedergang der Innenstädte ist kein isoliertes Weidener Problem. Er ist das Ergebnis jahrelanger Fehlsteuerung auf kommunaler Ebene – und ebenso von falschen Weichenstellungen in Landes- und Bundespolitik. Hohe Energiekosten, steigende Abgaben, Bürokratie, Auflagenflut und eine Verkehrspolitik, die Erreichbarkeit eher erschwert als verbessert, treffen den stationären Handel frontal. Wer das ausblendet und nur über „Flair“ und „Pop-up-Ideen“ spricht, macht es sich zu einfach.

Dass beim Rundgang wieder einmal über Stadtentwicklungskonzepte, Förderprogramme und langwierige Abstimmungsprozesse gesprochen wurde, zeigt genau das Problem: Verwaltung denkt in Jahren, Wirtschaft braucht Lösungen jetzt.

Ferdinand Adam hat an dem Rundgang teilgenommen und bewusst zugehört. Nicht aus Desinteresse, sondern weil man Probleme erst verstehen muss, bevor man ernsthafte Lösungen formuliert. Für die AfD steht fest: Innenstadtbelebung funktioniert nicht über Symbolpolitik oder Event-Inflation, sondern über klare Standortbedingungen.

Ohne bezahlbare Energie, niedrigere Abgaben, weniger Bürokratie und eine verlässliche Verkehrs- und Parkpolitik wird jede Innenstadtstrategie scheitern.
Eigentümer brauchen Anreize statt Belehrungen.

Weidens Innenstadt braucht keine weiteren Gesprächsrunden, sondern einen politischen Kurswechsel.
Einen, der Handel, Bürger und Eigentümer ernst nimmt – und nicht nur verwaltet, was ohnehin schrumpft.

Quelle: https://www.onetz.de/oberpfalz/weiden-oberpfalz/weidens-ob-kandidaten-sprechen-ueber-leerstaende-innenstadtbelebung-id5286207.html